Workshop „Big Data, Complexity, and the Health Care System in Austria“

Der Workshop „Big Data, Complexity, and the Health Care System in Austria“ fand am 17.4.2015 im Josephinum in Wien statt.

Ziel des Workshops war es, die Mitwirkenden über die Möglichkeiten und das Potential der neuen medizinischen Big-Reuse-Data Generation zu informieren und auf die Möglichkeiten in der datengetriebenen medizinischen Wissenschaft und für das Gesundheitssystem als Ganzes zu informieren.

Der Workshop wurde vom Complexity Science Hub Vienna und der Medizinischen Universität Wien organisiert.

Unter den Teilnehmern befanden sich ranghohe Vertreter folgender Institutionen: Bundesministerium für Gesundheit, Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger, Gesundheit Österreich GmbH, Parlament, Statistik Austria, Ärztekammer, Stadt Wien (MA24), NÖGUS, Kärntner Gesundheitsfonds, TU Wien, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Medizinische Universität Wien und WWTF.

Der Workshop wurde mit drei Fachvorträgen eröffnet, welche unterschiedliche Seiten der bahnbrechenden Neuerungen von big data im Gesundheitsbereich beleuchteten.

Jukka-Pekka Onnela (Harvard University, Boston) referierte wie mittels mobiler Smartphone Apps der Gesundheitszustand der Bevölkerung tagesaktuell erfasst werden kann, zum Beispiel in Bezug auf affektive Störungen.

Peter M.A. Sloot (Nanyang Technological University, Singapur) stellte ein neuartiges Modellierungsverfahren für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten vor, welches gleichermaßen auf molekularen Prozessen im Immunsystem sowie dem Netzwerk sozialer Kontakte aufsetzt.

Peter Klimek (Medizinische Universität Wien) zeigte wie mittels Re-use von Abrechnungsdaten eine genaue Kartographie sämtlicher Krankheiten in Österreich erstellt werden kann und welche Möglichkeiten dies zur Erstellung von verbesserten, personalisierten Präventionsmaßnahmen bietet.

Ausgehend von diesen Vorträgen wurde die Zukunft der Medizin in Österreich unter dem Licht der gegenwärtigen Entwicklungen diskutiert.

Im Besonderen wurden Potentiale und Risiken sowie technische und ethische Aspekte eingehend beleuchtet.

Als konkrete Punkte wurden folgende Themenfelder identifiziert:

  • Das große Potential der Medizindaten für die personalisierte Medizin wird durch Zusammenführung verschiedener Datensätze erreicht.
    Wie diese Daten beschaffen sein sollen um in den nächsten 10 Jahren zur Verfügung zu stehen, ist ein  legal-engineering Problem, das jetzt  begonnen werden sollte.
  • Qualitätssicherung, Datenschutzrichtlinien (im Sinne der k-anonymity) und unterschiedliche Ebenen von Zugriffsrechten müssen jetzt diskutiert werden und eventuell in kleinen Initiativen getestet werden.
  • Wie soll in Österreich mit partizipativen Daten (Patienten liefern Daten an  Firmen/Unis)  umgegangen werden? Was ist der rechtliche Rahmen?
  • Der Complexity Science Hub Vienna verfolgt wissenschftliche Ziele der datengetriebenen Medizin der Zukunft. Da der Complexity Science Hub Vienna mit ähnlichen Problemen in Datenerfassung und Management konfrontiert sein wird, wie viele der anwesenden Instituionen, wurde ein gemeinsames Herangehen an diese Probleme von den Teilnehmern als vorteilhaft empfunden.
  • Es wurde erarbeitet, dass der Complexity Science Hub Vienna eine tragende Rolle in der Bearbeitung, Koordination und Qualitätssicherung der zugundeliegenden Datensammlungen einnehmen könnte. Der Complexity Science Hub Vienna könnte eine wichtige Rolle in der Verwertbarkeit dieser sensiblen Daten für das Österreichische Gesundheitssystem einnehmen.

Agenda

Programm WS Healthcare

Slides Vorträge

Onnela – Using Big Data to Improve Individual Health and Health Care Systems

Sloot – The Complexity of HIV1

Klimek – Big Data, Complexity, und Gesundheit in Österreich

 

Für Schnellentschlossene: Public Lecture 16.04.2015

The Complexity Science Hub Vienna and the Medical University of Vienna are honored to invite you to a public lecture held by

Jukka-Pekka Onnela (Harvard University)
Cell phones, Social Networks, Crowds, and Digital Phenotyping

When: Thursday, April 16, 2015 at 2:00 pm
Where: Medical University of Vienna, Jugendstilhörsaal, BT88, 2nd floor, Spitalgasse 23, 1090 Vienna

Save the Date: Workshop „Big data, complexity, and the health care system” 17.04.2015

WORKSHOP

Nach der erfolgreichen Konferenz geht die begleitende Workshopreihe des Complexity Science Hub Vienna, dem entstehenden Zentrum für Komplexitätsforschung in Wien, weiter.

Der nächste Workshop heisst „Big data, complexity and the health care system” und findet am 17.04.2015 im Josephinum in Wien statt.

Ziel des Workshops ist es, die Mitwirkenden über die Möglichkeiten und das Potential der neuen medizinischen Big-reuse-Data Generation zu informieren und auf die Möglichkeiten in der datengetriebenen medizinischen Wissenschaft und für das Gesundheitssystem als Ganzes zu informieren.

Aus den gegenwärtigen Veränderungen in der Landschaft der Gesundheitsdaten ergeben sich zahlreiche Chancen, ein zukunftsfähiges und effizientes Versorgungssystem zu gestalten.

Zu diesem Thema sind mehrere Impulsreferate geplant, für die Peter Sloot (Singapur) und Jukka-Pekka Onnela (Harvard) gewonnen wurden.

Ausgehend von diesen Impulsreferaten, welche bahnbrechende Neuerungen von Big Data im Gesundheitsbereich beleuchten, wollen wir intensiv diskutieren in wieweit diese Möglichkeiten in Österreich umgesetzt werden können.

Wir versuchen alle relevanten Entscheidungsträger der Republik an einem Tisch zu versammeln, um folgende Themen intensiv zu diskutieren.

• Erstellung eines datengetriebenen Status Quos des Österreichischen Gesundheitssystems
• Wissenschaftliches Potential, Möglichkeiten und Konsequenzen der künftig zur Verfügung stehenden „big data“ in der Medizin
• Partizipative Patienten Plattformen: alternative Datenquellen mit Gefahren
• Demographische Entwicklungen und ihre Konsequenzen für den Gesundheitszustand der Bevölkerung
• Zugriffsrechte sowie Sicherstellung des Datenschutzes
• Wie gehen andere europäische Länder mit diesem Thema um?
• Inwiefern kann der Complexity Science Hub Vienna in der Umsetzung der systematischen Nutzung von Re-use Daten nützlich sein?

Teilnahme am Workshop nur auf Einladung.
Nähere Infos bei Anita Wanjek.

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Programm_April17-2015 gesamt